Der Stand der Breitband-Internet-Versorgung in Deutschland

Das Breitbandnetz in Deutschland deckt bereits einen Großteil der bewohnten Flächen des Landes ab. Private Haushalte und vor allem Unternehmen profitieren immens von einer guten Versorgung mit schnellem und leistungsfähigem Internet, durch das Informationen sekundenschnell weitergegeben werden und Geschäfte unkompliziert über die Bühne gehen können. Und doch gibt es auch auf diesem Gebiet noch Optimierungsbedarf.

Vorteile der flächendeckenden Internetversorgung

Das Internet gehört zum alltäglichen Leben der deutschen Bevölkerung wie Bett, Dusche oder Auto. Seine Funktionen gehen mittlerweile weit über Information und Unterhaltung hinaus. Das komplette Geschäfts- und Wirtschaftsleben ist ohne die schnellen Kommunikationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, gar nicht mehr vorstellbar. Ganze Berufszweige haben sich allein durch die Etablierung als massentaugliches Medium erst gebildet, denn vielerlei Geschäfte können online unkompliziert und kinderleicht abgewickelt werden und auch die technische Ausstattung von Servern, Netzwerken & Co. muss regelmäßig kontrolliert, betreut und gewartet werden. Insofern besteht natürlich eine immer weiter wachsende Nachfrage nach schneller, leistungsfähiger und stabiler Internetversorgung. Mehr noch: Diese ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und beeinflusst Wachstum, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in erheblichem Maße. Innovationen in diesem Bereich sind begehrt und gefragt.

Die aktuelle Internetversorgung in Deutschland

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) beurteilt die aktuelle Versorgung mit Breitband-Internet als bereits jetzt sehr positiv. Über 98% der Haushalte in Deutschland haben die Möglichkeit auf einen Internetzugang mit Datenübertragungsraten von mindestens 1 Megabit pro Sekunde zugreifen zu können. Tatsächlich genutzt werden Breitbandanschlüsse von immerhin etwas mehr als zwei Dritteln. Das entspricht mehr als 26 Millionen Haushalten. Diese Breitbandversorgung umfasst dabei Verbindungen über DSL, TV-Kabel sowie drahtlose Technologien wie UMTS oder WLAN. Trotz dieser guten Statistiken will das BMWi den Zugang zu leistungsfähigem Breitband-Internet weiter ausbauen. Immerhin haben in ländlichen Gegenden noch rund 600.000 Haushalte überhaupt keine Möglichkeit, einen DSL- oder WLAN-Anschluss zu installieren. Und auch die durchschnittlichen Datenübertragungsgeschwindigkeiten können noch deutlich erhöht werden. Daher bekräftigt das BMWi sein Vorhaben, bis 2014 75% der Haushalte einen Zugang mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen und dies später auch komplett flächendeckend zu ermöglichen.

Zukunftsaussichten für das deutsche Breitbandnetz

Freilich sind die Kosten für den Aufbau von Hochleistungsnetzwerken in ländliche Gebiete immens. Hier wird eine genaue Planung, die Nutzung von Synergieeffekten durch eine Verbundlösung mit anderen Netzen und vor allem eine effektive Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Kommunen und der Wirtschaft notwendig sein. Ohne eine finanzielle staatliche Förderung derartiger Netze dürfte es dennoch nicht gehen. Ansonsten will sich der Staat nicht übermäßig einmischen und vielmehr den Wettbewerb auf dem freien Markt walten lassen. Über eine große Anzahl verschiedener kleiner Anbieter sollen niedrige Preise und gute Qualität erreicht werden. In der Tat gibt es schon jetzt kaum einen Sektor, der in so geringem Maße von inflationären Entwicklungen betroffen ist wie die Telekommunikationsbranche. Die Bevölkerung nimmt die ständig veränderten und verbesserten Leistungen an und ist dadurch wahrscheinlich in kaum einem anderen Bereich so modern und zukunftsträchtig aufgestellt. Wer sich anschaulich über den aktuellen Stand der Internetversorgung in Deutschland informieren möchte, kann dies mit dem so genannten Breitbandatlas des BMWi tun.

Bild: Nmedia – Fotolia.com

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